TK/DL9GBR/p

Von Rolf – DL9GBR – Mitglied unserer Contest-Crew – haben wir folgenden Bericht vom September-Contest im Urlaub in TK erhalten. Danke dafür. Gerne veröffentlichen wir hier den Bericht aus der Perspektive von TK:

So, liebe Funkfreunde aus dem Südbadischen erst einmal Gratulation zu Eurem tollen Ergebnis. Seit gestern Abend sind wir wieder in DL und haben die 550 km Luftlinie per Schiff und Auto in 13 Stunden zurückgelegt – was funktechnisch weniger als ein Wimpernschlag dauert……Ich hatte leider in TK mit diversen Problemen zu kämpfen,  ein kleiner Bericht und zwei Fotos anbei.

TK/DL9GBR/p

TK/DL9GBR/p

VHF- „Minimalismus“- Kontest aus TK

Urlaub und Amateurfunk sind eine reizvolle Kombination. Eine glückliche Fügung sorgte dieses Jahr dafür, dass unser Familienurlaub am Ende der Sommerferien auf Korsika stattfinden sollte.  Ich machte aus der Not eine Tugend und fasste den Entschluss, unter TK/DL9GBR/p von „da unten“ mitzumachen. Die Vorgaben der XYL hinsichtlich des verfügbaren Stauraums waren hart, aber nicht unerfüllbar, schließlich wollten wir auch Urlaub machen und nicht nur Antennen, Aggregate und Endstufen transportieren. Minimalismus statt Materialschlacht war die Devise. Im Klartext: Transceiver mit 50 W (mehr gibt die Autobatterie über 24 Stunden nicht her), 9-Elemente Yagi, 6 m- Portabelmast. Der Laptop musste am Urlaubs- QTH bleiben, er hätte eine eigene Batterie gebraucht.

Grob überschlagen fehlten mir sendeseitig ca. 12 dB und auf der Antennenseite noch einmal 6 – 8 dB zu den „Big Guns“ der Szene , d.h. diese produzieren ca. das 100-fache an ERP, aber immerhin hatte ich hatte das schönere QTH, tröstete ich mich. Das QTH an der Nordspitze Korsikas wurde einige Tage zuvor, getarnt als Familienausflug, inspiziert und für gut befunden. In Wirklichkeit sieht alles dann doch etwas anders aus als auf den Satellitenfotos, und so musste respektvoller Abstand zu einem kommerziellen Funkmasten gehalten werden, der von oben so nicht erkennbar war. Die freie Abstrahlung in die Hauptrichtungen war gegeben und ein leicht abschüssiger Stellplatz fand sich auch noch, damit man nicht irgendwann gegen Kontestende mit leerer Autobatterie am Ende der Welt festsaß. Schnell war die Station aufgebaut, erste Stationen vom weniger als 100 km entfernten Festland kamen bereits mit dem nassen Finger
herein. Alles funktionierte, nur der Sprachspeicher wollte nicht. Dieser bekam, obwohl alles zu Hause getestet, HF über die 12V-Zuleitung. Alle Tricks halfen nicht – die Wahl lautete:  auf 10W HF reduzieren oder selbst rufen. Ich entschied mich für selbst rufen.  Also klassisches Multitasking nur ohne Computerhilfe: Rufen, Log führen, Doppellog. Urlaub sieht anders aus, aber dafür gibt es weiter unten den Strand. Das Wetter oben auf dem Berg war wechselhaft, Sonne, Wind, Sturm und Regen wechselten in der Wetterküche an der Nordspitze Korsikas in rascher Folge. Der Spätsommer hatte sich an diesem Wochenende auf Korsika zumindest zeitweise verabschiedet. Am Abend waren dann schon 100 QSO im Log.  Die QSO-Zahlen der „Big Guns“ nördlich der Alpen waren bereits weit höher als die der italienischen Stationen, und es ist nichts Neues, dass eben nördlich der Alpen „der Hammer hängt“. Von den angehobenen Bedingungen konnte ich profitieren es konnten OK2M (JN69UN- 805 km) und kurz danach das ODX mit DL0GTH (JO50JP) mit 864 km geloggt werden, während draussen der „horizontale“ Regen gegen die Autoscheiben peitschte. Allerdings war erhebliche Geduld erforderlich bis die jeweiligen DX-Gegenstationen laut genug waren um auch angerufen zu werden. TNX auch für deren Geduld.

Der zweite Tag begann mit weiteren Wetterkapriolen. Ein Gewitter machte zuerst jeglichen Funkbetrieb unmöglich. Tagsüber waren dann zahlreiche DL- Stationen hörbar, teilweise über Stunden hinweg, aber meist nur knapp über der Grasnarbe. Eine PA wäre jetzt nötig gewesen. Am frühen Nachmittag musste wegen Starkregen und Sturm abgebrochen werden. Am Ende waren es dann 149 QSO, gut 42000 Punkte und ein Schnitt von 285 km. Der Abbau im Sturm war dann ein Fall für sich, aber zumindest war der Regen wärmer als in DL. Spezielles TNX an Konrad für den Portabelmast und Angelika für den Transceiver vom OV.

73 Rolf, DL9GBR

Life is too short for QRP…….

Wir bedanken uns ebenso für die schöne Verbindung nach TK und gratulieren zu dem tollen ODX mit nur 50 W.

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